Nord- und Fjordnorwegen

Wikinger, Polarlichter und Stockfisch

Am 29.11.2014 ging es los. Von Düsseldorf über Kopenhagen nach Oslo, wo wir eine flugtechnische Zwischenübernachtung einlegen mussten um dann am nächsten Tag weiterzufliegen nach Bodô. In Bodô leben nur knapp 50.000 Einwohner auf einer Fläche, die größer ist als Berlin. Der Flughafen ist niedlich und die Fahrt in die Stadt recht kurz. Erst einmal bekamen wir eine kleine Stadtführung, in welcher wir das Kulturzentrum, die Stadthalle und die Bibliothek besichtigten. Kunst und Kultur wird in Norwegen sehr geschätzt und praktiziert was, denke ich, mit der spektakulären Natur und der langen Winter zusammenhängt.

 

Am Nachmittag gingen wir dann an Bord der MS Polarlys, einem Schiff aus der Flotte der Hurtigrute. Die Fahrt von Bodô nach Svolvaer auf den Lofoten dauerte ca. drei Stunden. Svolvaer ist die größte Stadt auf den Lofoten un die Einwohner leben hauptsächlich vom Fischfang aber zunehmend auch vom Tourismus. Nach einer ruhigen, beschaulichen Schifffahrt gingen wir an Land und wurden in Bussen zum Vikingermuseum nach Stamsund gefahrten. Dort wurden wir passend eingekleidet und zu Tisch gebeten. Während wir in einem echt rekonstruierten Wikingerhaus um das Feuer herumsassen und Geschichten erzählt und vorgespielt bekamen wurde Honigwein und zünftiges Essen aufgetischt. Nach dem Essen waren wir dann auch gerne bereit zusammen ums Feuer zu tanzen um den Ahnen zu huldigen. Diese Berteischaft lag wohl hauptsächlich Wein....

 

Als hätte man es angeknippst erschien gegen 21:00 Uhr das erste Nordlicht am Himmel, was den Tag natürlich perfekt abrundete. Begeister und mit 1000 neuen Eindrücken fuhren wir in unser Übernachtungshotel zurück nach Svolvaer. Das Thon Hotel in Svolvaer liegt direkt am Marktplatz und bietet das beste Frühstücksbuffet nördlich des Polarkreises. Zumindest habe ich es so empfunden.

 

Am nächsten Morgen ging es früh los nach Storvagan. Der kleine Ort erscheint wie eine Miniaturwelt der Lofoten. Innerhalb weniger Minuten erreicht man das Lofoten Museum, das Lofoten Aquarium sowie die Galerie Espolin. Wir besuchten alles in dieser Reihenfolge.

 

Danach bestiegen wir, in dicke Schutzanzüge gehüllt, RIB-Boote. Das sind Schlauchboote mit festem Rumpf mit denen man schnell und wendig auf Tierbeobachtungsfahrt gehen kann. Wir fuhren an der zerklüfteten Küste entlang und stießen auch bald auf die gesuchten Seeadler. Die Bootsführer hatten Fische dabei, die sie in die Luft warfen. Die Seeadler stießen vom Himmel herunter zu unsren Booten und fingen die Fische mit Ihren Krallen auf. Die Tour endete in dem malerischen Fischerstädtchen Henningsvaer. Nachdem wir uns aus den Schutzanzügen befreit hatten gab es eine heiße Fischsuppe gegen kalte Füße.

Als nächster Punkt stand die „Kaviar-Fabrik“ auf dem Programm. Hierbei handelt es sich um ein Museum für zeitgenössische Kunst, in dem die Künstler auch zeitweise übernachten können. Außerdem wird das Gebäude auch als Kulturzentrum, für Konzerte, Theater, Seminare und weitere Veranstaltungen genutzt. Hinterher besuchten wir dann auch noch die Galerie Lofoten Hus, die die größte Sammlung an nord-norwegischer Kunst des Goldenen Zeitalters beherbergt.

 

Weiter ging die Fahrt nach Stokmarkens auf den Versteralen, einer Inselgruppe, die nord-östlich an die Lofoten anschließt. Die Küstenlinie der Versteralen wirkt etwas weniger spektakulären als die der Lofoten. Die letzte Eiszeit hat die Gebirgszüge der Versteralen abgeschliffen und dadurch abgerundet. Die Berge der Lofoten sind viel schroffer und spitzer. Wir aßen und schliefen gut im Verstaeralen Kysthotell in Stokmarkens. Am nächsten Morgen begaben wir uns nach Inga Sami Siida.

Das ist eine traditionelle Farm der Sami. Uns wurde das tägliche Leben dieses skandinavischen Volkes nähergebracht, welches hauptsächlich von der Rentierzucht lebt. Natürlich durften wir auch Rentiere mit Flechten füttern und streicheln.

 

Auf der „National Tourist Route“ ging es vorbei an Fjorden, Waldhängen und Gebirgen nach Andenes. Das Städtchen Andenes wurde bekannt durch seinen Reichtum an Walen, die vor der Küste auf Krakenjagd gehen. Aus diesem Grund wurde auch ein Walzentrum errichtet, das jährlich viele tausend Touristen anzieht.

In Andenes besuchten wir das Spaceship Aurora. Das ist ein Schulungs- und Besucherzentrum zur Erforschung des Polarlichtes. Dort erfuhren wir eine ganze Menge über die Entstehung und die magische Erscheinung der Nordlichter.

Abends schliefen wir im Hotel Marena in Andenes. Das Marena Hotel wurde von vielen Künstlern gestaltet und kein Zimmer gleicht dem anderen. Nach einem schnellen Frühstück am nächsten morgen gingen wir zu Fuß zum lokalen AnbieterWhalesafari“, der bei seinen Ausfahrten eine hundertprozentige Garantie zur Sichtung von Walen gibt. Davon konnten wir uns leider nicht überzeugen, da das Wetter sehr stürmisch war und bei mehr als 6 Meter hohen Wellen keine Walsafari stattfinden konnte. Dafür bekamen wir reichlich Informationen im Walmuseum, welches sich praktischerweise im Keller von "Whalesafari" befindet.

 

Gegen nachmittag nahmen wir den Flug von Andenes nach Tromsö mit Wideroe Airlines. Eben im besagten Sturm wackelte es in der 39-sitzige Dash-8 100/Q200 ganz gewaltig. Ein norwegischer Passagier neben mir meinte, das wäre alles ganz harmlos und normalerweise würde die Maschine auch keinen Looping fliegen. Aber falls doch gäbe es am Ende der Reise ein lustiges Foto (in Anlehnung an die Achterbahnen in diversen Vergnügungsparks). Das hatte mich dann nur teilweise beruhigt.

 

Gut gelandet checkten wir dann ein im Sommaroy Artic Hotel, welches ca. eine Stunde von Tromsö entfernt liegt. Das Hotel befindet sich in einem Hotspot für Polarlichter in der Gegend, womit die Wahrscheinlichkeit gegeben war auch welche zu sehen. Aber natürlich nicht in diesem Sturm...und dem dazugehörigen Regen...

Trotzdem begaben wir uns auf einer Nachtwanderung zu der Hütte hinter dem Felsen, von wo aus wir die Polarlichter hätten sehen können wenn es denn nicht so gestürmt hätte ... Es war ein netter Ausflug und in der Hütte bollerte ein kleiner Ofen und es gab Glögg und Kekse.

 

Morgens fuhren wir dann nach Tromsö und checkten ein im Hotel Radisson Blu im Stadtzentrum. Nach einem kurzen Mittagessen lernten wir die Sehenswürdigkeiten der Satdt auf einem Stadtrundgang kennen. Dazu gehören natürlich der Dom und dieEismeerkathedrale sowie der Hafen und das Polarmuseum. Dieses Museum informiert unter anderem über die berühmte Polar-Expedition.

Danach gab es dann auch mal etwas Freizeit um Souvenirs zu kaufen und einfach mal durch die Stadt zu bummeln.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es auch schon wieder zum Flughafen und von Tromsö nach Bergen. Bergen, die ehemalige Hauptstadt, ist eine internationale Statd mit langer Geschichte und alten Traditionen. Trotz aller Moderne hat sie sich den Charme und die Atmosphäre einer Kleinstadt bewahrt. Bergen wird auch als das „Tor zu den Fjorden“ bezeichnet. Als erstes besichtigten wir Troldhaugen. Das ist das Haus des norwegischen Komponisten Edvard Grieg, das im Süden seiner Heimatstadt Bergen am Ufer des Nordasvannet gelegen ist. Das Haus und seine Umgebung sind seit 1928 ein Grieg-Museum. Nach der Besichtigung und einem kleinen klassischen Konzert fuhren wir zum Hotel Scandic Ornen um unsere Zimmer zu beziehen.

 

Am nachmittag fuhren wir mit der Standseilbahn „Floibanen“ vom Zentrum Bergens auf den Gipfel des Berges Floyen (320 Meter) um dort eine schöne Aussicht über die Stadt und die umliegenden Berge zu genießen. „Echte“ Wikingerkrieger trugen einen Kampf auf dem Hausberg aus. Es gab auch Vorführungen in den Handwerkskünsten der Wikinger. Danach genossen wir ein gemütliches Dinner im Floien Folkerestaurant auf der Bergspitze. Zurück ging es am späten Abend wieder mit der Bahn und einem schönen Spaziergang durch die Altstadt Bergens ins Hotel.

 

Nach einem geruhsamen morgen war das Programm für den Mittag der alte Statdteil Bryggen. Die ersten Gebäude in Bergen wurden entlang der alten Kaimauern errichtet. Bryggen war über Jahrhunderte das lebendige Herz der Stadt. Die historischen Gebäude aus der Hansezeit gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählen ohne Frage zu Norwegens bekanntesten mittelalterlichen Bauwerken. In einigen der alten Häuser kann man heute auch in ungewöhnlichem Rahmen ein Abendessen serviert bekommen. Zum Beispiel in einem alten Schlafsaal oder einem Versammlungszimmer einer Gilde (Restaurant Schöttstuene oder Restaurant Bryggen Tracteursted). Natürlich gibt es in Bryggen auch viele Handwerksläden und Goldschmiede und Souvenirgeschäft.

 

Nach reichlich Freizeit und diversen Kaffeehausbesuchen traten wir unsere Heimreise von Bergen über Oslo nach Düsseldorf an.

Fazit:

Norwegen, wir sehen uns wieder!

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Silke Thoms

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